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Dieter Schenk: Die braunen Wurzeln des BKA 1959 bestand der Leitende Dienst des BKA aus 47 Beamten - bis auf zwei hatten alle eine braune Weste. „Für das rechtsstaatliche Selbstverständnis des BKA ist rückblickend als moralische Katastrophe zu bewerten, dass fast die Hälfte der 47 BKA-Chefs als NS-Verbrecher im kriminologischen Sinne bezeichnet werden müssen“, findet Dieter Schenk, von 1980 bis 1989 Kriminaldirektor beim BKA. Mitveranstalter: Staatsarchiv Ludwigsburg und VHS Ludwigsburg Dienstag, 24. November 2009 · 19.00 Uhr Staatsarchiv, Arsenalplatz 3 · Eintritt 5,- € bzw. 3,- € Bruno Kartheuser: Die Erhängungen von Tulle Bruno Kartheuser, Herausgeber der Literaturzeitschrift KRAUTGARTEN, Mitglied des belgischen PEN, erforschte in zehnjähriger Arbeit das mörderische Strafgericht in Tulle, das die SS-Truppe „Das Reich“ in dieser Zeit in Zentralfrankreich veranstaltete. Mitveranstalter: Staatsarchiv Ludwigsburg und VHS Ludwigsburg Dienstag, 10. März 2009 · 19.00 Uhr Staatsarchiv, Arsenalplatz 3 · Eintritt 5,- € bzw. 3,- € Dr. Stephan Marks: Warum folgten sie Hitler? Was machte den nationalsozialismus für junge Menschen so attraktiv? Warum folgten sie Hitler? Was begeisterte sie am "Dritten Reich"? Die Veranstaltung führt in die "Psychologie des Nationalsozialismus" ein, ohne die Augen vor den Opfern zu verschließen. Montag, 12. Januar, 20.00-21.30 Uhr Kulturzentrum, Wilhelmstraße 9/1, Raum 308 5,00 €, 3,00 € (Schüler/Studenten) (nur Abendkasse) Symposium des Landesjustizministeriums 02. Dezember 2008 Festakt im Schloss zum 50jährigen Bestehen der Zentralen Stelle 01. Dezember 200 ai-Vortrag: Das Spannungsverhältnis von Sicherheit und Freiheit Prof. Dr. Winfried Hassemer Do, 13. Nov · 20.00 Uhr · Kulturzentrum Prof. Dr. Roland Jost: Das Kino der jungen Bundesrepublik. Eine Einführung in die Filmreihe „Deutsches Kino ohne Goebbels und ohne Schwarzwaldmädel“. Schwerpunkt ist der Filmemacher Wolfgang Staudte, in dessen filmischem Werk die NS-Vergangenheit und der Umgang damit vielfach thematisiert wurde – vom Drama über die Komödie bis zum Melodram – übrigens auf beiden Seiten der deutsch-deutschen Grenze produziert. Jost erläutert das Umfeld des Films der jungen Bundesrepublik, in dem auch Kurt Hoffmann, teilweise sogar als Partner von Staudte, produzierte. An Ausschnitten der Filme aus der Filmreihe erläutert Roland Jost seine Thesen. Mittwoch, 12. November · 19.00 Uhr Staatsarchiv Ludwigsburg · Arsenalplatz 3 5,– € / 3,– € Aus den Akten der Zentralen Stelle (3) Gibt es den typischen NS-Verbrecher? Oberstaatsanwalt Kurt Schrimm, Leiter der Zentralen Stelle Di, 11. Nov. · 19.00 Uhr Zentrale Stelle, Schorndorfer Straße 58 Gedenkveranstaltung am Synagogenplatz zum 70. Jahrestag der «Pogromnacht» 10. November 2008, 18.00 Uhr Prof. Dr. Susan E. Cernyak-Spatz: Dem Inferno entronnen. Von Wien über Theresienstadt, Auschwitz und Ravensbrück in die USA. Susanne Eckstein wurde in Wien geboren und verlebte eine normale Kindheit in Wien und Berlin, sofern ein jüdisches Mädchen in den zwanziger und dreißiger Jahren eine normale Kindheit haben konnte. Alles änderte sich ab 1933 mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten. Obwohl sich die Familie Eckstein zunächst außerhalb des „Dritten Reiches“ befand, wurden die Verhältnisse zunehmend enger und bedrohlicher. Susanne Eckstein wurde im Mai 1942 in Theresienstadt eingeliefert. Sie wurde im Januar 1943 nach Auschwitz, dem Zentrum der Vernichtung, verlegt. Im Januar 1945 wurde sie mit einer Gruppe von Frauen auf einen „Todesmarsch“ geschickt, die stark dezimiert in Ravensbrück ankam. Am 28. April wieder auf einen Marsch geschickt, wurde sie mit ihrer Gruppe Slowakinnen in dem Dorf Rastow südlich von Schwerin von den Amerikanern befreit. Im Juli 1945 erhielt sie die Erlaubnis, nach Brüssel zu gehen, wo sie ihren Vater traf. Im März 1946 heiratete sie den amerikanischen Soldaten Berni Fishman, mit dem sie nach Alton (Illinois) in die USA ging. Susan Cernyak-Spatz wird darüber berichten, was das Inferno ausmachte und was möglicherweise dazu beitrug, ihm zu entkommen. Mo, 3. Nov. · 19.00 Uhr Staatsarchiv Ludwigsburg Arsenalplatz 3 5,– € / 3,– € Aus den Akten der Zentralen Stelle (2) NS-Verbrechen in Italien Richter Thomas Will, Zentrale Stelle Do, 30. Okt. · 19.00 Uhr Zentrale Stelle Schorndorfer Straße 58 Erinnerungs- und Lernort – Das Bundesarchiv in Ludwigsburg Archivleiter Dr. Tobias Herrmann Seit dem Jahr 2000 hat das Bundesarchiv die Aufgabe, die nicht mehr für Zwecke der Strafverfolgung benötigten Unterlagen der Zentralen Stelle zu übernehmen, zu sichern und für die Benutzung zugänglich zu machen. Wie wird den Gefahren von Papierzerfall und Unlesbarkeit begegnet? Welchen allgemeinhistorischen und familiengeschichtlichen Wert besitzen die Dokumente, und inwieweit kann jeder Einzelne auf die darin enthaltenen Informationen zurückgreifen? Auf welche Weise versuchen die Archivare, das kompliziert strukturierte Schriftgut zu erschließen und eine erfolgversprechende Recherche zu ermöglichen? Diesen und anderen Fragen wird der Vortrag auch anhand von Bildmaterial nachgehen. Do, 23. Okt. · 19.00 Uhr Zentrale Stelle Schorndorfer Straße 58 Aus den Akten der Zentralen Stelle (1) Staatsanwalt Dr. Joachim Riedel: Zwei deutsche Diktaturen und ihre strafrechtliche Aufarbeitung · So schwer die NS-Diktatur mit der DDR zu vergleichen ist – in beiden Systemen war staatliche Willkür ein bestimmendes Element. Dr. Joachim Riedel kann aus persönlicher Erfahrung vergleichen, wo Unterschiede und wo Gemeinsamkeiten der rechtsstaatlichen Aufarbeitung der jeweiligen Vergangenheit waren beziehungsweise sind: Ehe er stellvertretender Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg wurde, war er in der strafrechtlichen Aufarbeitung von DDR-Unrecht eingesetzt. Do, 16. Okt. · Zentrale Stelle Schorndorfer Straße 58 19.00 Uhr Dr. Hans Erler: Freiheit, Ungehorsam und Humanität · Jüdische Denktraditionen am Beispiel der Sozialdemokratie. Dr. Hans Erler kennt als Sohn eines prominenten Sozialdemokraten und langjähriger Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung die politische Kultur der Bundesrepublik von verschiedenen Seiten. Welcher geistige Reichtum in dieser Republik fehlt, wird aus seinem Vortrag deutlich: Antisemitische Haltungen und der brutale Völkermord an Juden haben vieles zerstört und vieles verschüttet, was diesem Land gut getan hätte. Mi, 15. Oktober · 19.00 Uhr Staatsarchiv Ludwigsburg Arsenalplatz 3 · (Mitveranst. SPD Ludwigsburg) 5,– € / 3,– €
Prof. Dr. Wolfram Pyta: Hindenburg – Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler Mit Paul von Hindenburg wählte Wolfram Pyta eine der zentralen Figuren in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts als Gegenstand seiner Forschung und Darstellung. Der zu Recht oder Unrecht als Held verehrte "Sieger von Tannenberg" war vor allem als zweiter Präsident der Weimarer Republik maßgeblich an entscheidenden historischen Wendepunkten beteiligt. Mit dieser Darstellung liegt die erste umfassende Biographie Hindenburgs vor. Sie ist von den Rezensenten überwiegend positiv aufgenommen, als „großer Wurf“ bezeichnet worden. Die umfangreiche Quellenarbeit und die scharfsinnigen Analysen werden hervorgehoben. Der Mythos des „Helden von Tannenberg“ wird einer gründlichen Kritik unterworfen, die Rolle Hindenburgs beim Aufstieg Hitlers revidiert und Hindenburgs persönliche Verantwortung für die Katastrophe Deutschlands sichtbar gemacht. Mi, 1. Oktober, 19.00 Uhr Staatsarchiv Ludwigsburg · Arsenalplatz 3 5,– € / 3,– €
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