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 Der „Förderverein Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen e.V.“ versteht sich als "Einrichtung gegen das Vergessen" und fördert deshalb die Öffentlichkeitsarbeit als Erinnerungsarbeit. In diesem Sinn versteht er die „Zentrale Stelle“ auch als Ort der Begegnung.
Er fördert
- die wissenschaftliche Aufarbeitung der Akten der Zentralen Stelle in der Außenstelle des Bundesarchivs
- die Verbreitung der wissenschaftlichen Erkenntnisse durch Vorträge, Tagungen, Veröffentlichungen und öffentliche Präsentationen
- die pädagogische Erforschung dieses wissenschaftlichen Materials und ihre pädagogische Verwertung in Lehre und Fortbildung. Im Dezember 1958 bezogen einige Juristen in Ludwigsburg Büros, um systematisch Verbrechen aufzuklären, denen während der NS-Herrschaft in deutschem Namen Millionen Menschen zum Opfer fielen – wegen ihrer Meinung, ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihrer Gesundheit oder ihrer Veranlagung. Selbst Fachleute hatten keine Vorstellung davon, wie lange diese Arbeit dauern würde. „In wenigen Jahren“, so schätzten sie immer wieder, würden die ermittelbaren Verbrechen soweit möglich aufgeklärt sein und würde der Rechtsstaat das Erbe des Unrechts-Regimes wenigstens juristisch bewältigt haben. Dass es ein 50-jähriges Jubiläum dieser Stelle gibt, ist erschreckend und ermutigend zugleich: Erschreckend, wie viele Verbrechen es gab und wie schwer wenigstens ein Teil davon aufzuklären war! Ermutigend, dass die Juristen und dann auch weite Teile der Gesellschaft sich sehr gründlich an diese Aufgabe gemacht haben. Der Förderverein Zentrale Stelle setzt sich dafür ein, dass diese einzigartige Arbeit, die hier in Ludwigsburg begonnen wurde, im Bewusstsein bleibt und weiterhin und immer mehr mit Leben erfüllt wird – Demokratie und Menschenrechte müssen stets neu verstanden und verwirklicht werden. Für Ludwigsburg ist die Zentrale Stelle nach viel Unverständnis und Ablehnung in den ersten Jahren ein Stück einzigartiger Identität geworden. Die zahlreichen Veranstaltungen, zu denen wir Sie in diesem Herbst 2008 einladen, bieten einen ersten Überblick über das vielfältige Themenfeld und zahlreiche Möglichkeiten, einzelne Aspekte zu vertiefen. Herzlich willkommen!
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