P R O G R A M M 2 0 1 6

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Mittwoch, 20. Juli 2016, 19:00 Uhr:
„Behandlung empfohlen“ –
NS-Medizinverbrechen an Kindern und Jugendlichen in Stuttgart
Lange wurde geleugnet, dass es während der NS-Zeit in Stuttgart NS-Medizinverbrechen an Kindern und Jugendlichen gab. Der Historiker Wolfgang Christian Schneider stellte schon 1985 fest: Es gab „drei Stellen, die an der Kinder‚euthanasie’ mitarbeiteten […] das Städtische Gesundheitsamt, das … Innenministerium […] und das Stuttgarter Städtische Kinderheim in der Türlenstraße 36.“ In den ‚Kinderfachabteilungen’ wurde im Rahmen der Kindereuthanasie auf Anweisung des ‚Reichsausschusses’ gezielt gemordet.
Dr. med. Karl-Horst Marquart, selbst 14 Jahre am Gesundheitsamt Stuttgart tätig, hat dazu eine sorgfältig recherchierte Arbeit vorgestellt, deren wichtigste Ergebnisse im Rahmen dieses Vortrags vorgestellt werden.
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz 3)Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 €


JensRommel_www
Dienstag, 18. Oktober 2016, 18:30 Uhr:
„Was geht noch?“ –
Zu den Möglichkeiten der juristischen Aufklärung von NS-Verbrechen 70 Jahre nach den Nürnberger Prozessen
Ein Jahr nach seiner Bestellung zum Leiter der Zentralen Stelle geht der Leitende Oberstaatsanwalt Jens Rommel der Frage nach, welche Ermittlungsansätze angesichts des Zeitablaufs noch Erfolg versprechen.
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz 3) · Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 €


WolframPyta_www
Dienstag, 22. November 2016, 19:00 Uhr:
„Hitler – der Künstler als Politiker und Feldherr“
Vortrag von Prof. Dr. Wolfram Pyta
Pytas neues Buch gewährt einen völlig neuen Blick auf Herrschaft und Persönlichkeit Adolf Hitlers. Sein Aufstieg und sein mörderisches Regime, so zeigt Wolfram Pyta, beruhten vor allem auf der radikalen Anwendung ästhetischer Prinzipien, welche sich der selbsternannte Künstler Hitler vor seinem Eintritt in die Politik im Jahre 1919 zu eigen gemacht hatte. Wolfram Pyta, Neuzeithistoriker und Direktor der Forschungsstelle Ludwigsburg zur NS-Verbrechensgeschichte, untersucht aus ebenso erhellender wie ungewöhnlicher Perspektive den Aufstieg des brotlosen Künstlers Hitler zum allmächtigen Politiker und Feldherrn. Der Historiker zeigt, wie Hitler durch raffinierte Ästhetisierung der Politik seine Massengefolgschaft fand - dem verhinderten Theaterarchitekt und passionierten Wagnerianer half dabei vor allem die konsequente Inszenierung seiner politischen Auftritte.
Staatsarchiv Ludwigsburg (Arsenalplatz 3) · Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 €



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Öffnungszeiten der Ausstellung „Die Ermittler von Ludwigsburg“
im „Schorndorfer Torhaus“

(die Ausstellung ist während der allgemeinen Büroöffnungszeiten im Bundesarchiv zugänglich: Einfach an der Tür der Zentralen Stelle beim Bundesarchiv klingeln; dann kommt gerne jemand vom Bundesarchiv und öffnet die Ausstellung. Die monatlichen Sonntags-Öffnungen sind ein darüber hinausgehendes Angebot des Fördervereins):

Sonntag, 10. Januar 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr
Sonntag,
14. Februar 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr
Sonntag,
13. März 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr
Sonntag,
10. April, 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr
Sonntag, 8. Mai 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr
Sonntag,
10. Juni 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr
Sonntag, 12. Juli 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr
Sonntag,
14. August 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr
Sonntag,
11. September 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr
Sonntag,
9. Oktober 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr
Sonntag,
13. November 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr
Sonntag,
11. Dezember 2016 • 11.00 bis 12.30 Uhr









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